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Bemerkungen eines Philosophen zum Lauf der Dinge; auf der Suche nach dem Abglanz des Schönen, Wahren und Guten.
Unser Kolumnist steuert ein Indiz für die Hypothese bei, dass Gott Humor hat: Eine Jesuitenhochschule sagt seinen Vortrag über Gottesbeweise ab, nur damit seine Thesen dann Monate später in der „Zeit“ landen können. Ausgerechnet! Reflexion über eine besondere Erfahrung.
Für die demonstrierenden Massen scheint klar: Der Feind steht rechts. Und diesen Feind, dem man ständig „Hass und Hetze“ vorwirft, gilt es im Namen von Demokratie und Menschenwürde zu hassen. Eine begriffliche Klärung mit Carl Schmitt könnte helfen, die Emotionen zu besänftigen.
Vor kurzem starb ein Verwandter. Am offenen Sarg blickte ich in ein schönes, friedliches Gesicht. Zugleich wurde mir bewusst: Eine Verwandlung von unendlicher Qualität hatte sich abgespielt – jenseits des Materiellen.
Kürzlich gab es ein Skandälchen, weil in Hamburg eine Kita keinen Weihnachtsbaum aufstellte. Keine Frage: Der Christbaum ist ein stimmungsvoller Teil unserer Tradition – aber die Feier der Geburt Jesu Christi hängt nicht daran.
Ist die eingängige Behauptung in unserer Überschrift – Zitat Bundesfamilienministerium – denn wahr? Im Gegenteil: Was unsere eigene Gedanken- und Gefühlswelt betrifft, sind wir nicht allwissend, und unsere Selbsterkenntnis geht oft fehl.
Die Nachrichten künden wieder einmal von bestialischen Gewalttaten – im Nahen Osten, aber auch vor unserer eigenen Haustür. Wir kennen alle die gängige Forderung, dass das Böse vernichtet werden müsse. Das aber ist strenggenommen sinnlos.
Satirische, pornographische, aber auch politische Deepfakes fluten das Internet. Oft lassen sie sich kaum mehr von der Realität unterscheiden. Es wird Zeit, die Naivität bezüglich Fotos und Videos hinter sich zu lassen.
Zahl und Zusammensetzung der Bevölkerung tragen wesentlich zu Wohl oder Wehe eines Gemeinwesens bei. Daher ist die demographische Entwicklung eines Landes eine Schicksalsfrage. Für das Individuum wie auch für den Staat kommt es hier auf eine Institution besonders an.
Die Schwermut, die einen beim Lesen des „Herrn der Ringe“ überkommen kann, überfiel mich kürzlich, als ich den „Untergang des Abendlandes“ wieder las. Aber es gibt keinen Grund, angesichts schicksalhafter Vorgänge den Mut sinken zu lassen.
Eine Uhr, die falsch geht, wird man nachstellen. Und die Gebäude, die oft genug das Bild unserer Städte verschandeln? Auch sie können wir durch schönere Bauten in traditioneller Formensprache ersetzen.
„Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?“ möchten wir mit Rudi Carrell fragen und ein Thema angehen, das immer geht: das Wetter. Zu banal für eine philosophische Kolumne? Von wegen!
Vom Beruf des Philosophen auf eine besondere Lebensführung zu schließen, wäre heute unangebracht. Dass Philosophie in Wahrheit eine Lebensform sein sollte, ist mir an Thomas von Aquin aufgegangen. Heute vor 700 Jahren wurde der Kirchenlehrer heiliggesprochen.
Frankreich brennt. Was sind die tieferliegenden Ursachen des massiven Gewaltausbruchs? An der bloßen Empörung über Ungerechtigkeit kann es nicht liegen. Vielversprechender scheint es, die Ausschreitungen als ein Massenphänomen in den Blick zu nehmen.