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Die Mitgliederzahlen der christlichen Kirchen schrumpfen. Doch das Christentum wird in Europa und den USA zunehmend auch zu einem Thema der Politik: Eine Renaissance des Kulturchristentums bahnt sich an. Es ist eine Suche nach Werten – ohne Glauben.
Weihnachten 2025 ist auffallend ruhig gewesen. Immer mehr Menschen feiern das Fest nicht einmal mehr in seiner sinnentleerten, konsumfrönenden Form. Die Befreiung von Äußerlichkeiten ist eine Chance, wieder zum Kern des Festes vorzudringen.
Das Christentum müsse kulturell erhalten werden, um den Westen zu retten, schreibt die „Welt“. In die Kirche gehen müsse dafür niemand. Ohne Kult aber keine Kultur. Wir brauchen nicht mehr Kulturchristen, sondern mehr echte Christen. Eine Erwiderung
Der berühmte Gotteslästerer Richard Dawkins fühlt sich neuerdings im Christentum zu Hause. Manche westliche Intellektuelle nähern sich sogar der Kirche an. Doch diese „Kulturchristen“ entkernen die christliche Religion zum ethischen und politischen Hausgebrauch. Eine Analyse